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Kulturstadt Europas In der Kulturstadt Weimar ist der Geist der deutschen Klassik lebendig, der Geist der Weimarer Republik, der Geist der Bauhaus-Ära. So war es also nur konsequent, dass Weimar 1999 Deutschlands erste Kulturstadt Europas wurde; die Klassikerstadt mit ihrem unendlichen kulturellen Potential entwickelt sich zu einer Stadt mit Zukunft, zum „Symbolort Deutschlands“. Zwischen den Goethestätten und der Bauhaus-Universität, zwischen der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ und der Gedenkstätte Buchenwald entfaltet diese Stadt heute ihre ganze historische Erinnerungsfähigkeit. Über idyllische Plätze und durch die verwinkelten Gassen mit ihren Läden und Lokalen führen viele Wege hinaus in die Sommerresidenzen von Belvedere und Tiefurt und entlang der Klassikerstraße. Das „Goldene Zeitalter“ Eine wichtige Rolle spielte die Stadt als Ort der Weimarer Klassik während der Regentschaft der Herzogin Anna Amalia und unter ihrem Sohn Herzog Carl August Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Anwesenheit Wielands, Goethes, Herders und Schillers, und anderen wichtigen Persönlichkeiten der Epoche. Carl August war zum einen bereit, an seinem Hofe Künstler zu beschäftigen, zum anderen ließ er ihnen aber auch die Freiheiten, das zu verwirklichen, woran diese selbst glaubten. Carl August selbst galt als tolerant und aufgeklärt; er war 1816 auch der erste Monarch Deutschlands, der seinem Staat eine Verfassung gab. Das „Silberne Zeitalter“ Unter der Großherzogin Maria Pawlowna und ihrem Sohn Carl Alexander, sowie dessen Frau Sophie erlebte die Stadt auf künstlerischer und kultureller Ebene neuen Aufschwung. 1842 wurde Franz Liszt zum Kapellmeister berufen; 1848 floh Richard Wagner zu seinem Förderer und späteren Schwiegervater nach Weimar, wo eine fruchtbare Zusammenarbeit in der Uraufführung des Lohengrin gipfelte. Aber nicht nur die Musik wurde gefördert; 1860 gründete Carl Alexander die Weimarer Malerschule. Das Andenken an die Weimarer Klassik war ein weiteres Anliegen Carl Alexanders und seiner Frau; die in seinem Auftrag errichteten Denkmale Goethes, Schillers, Herders und Wielands sind auch heute noch zu besichtigen. Goethe-Nationalmuseum Eines der wichtigsten Zeugnisse des klassischen Weimars: Fast 50 Jahre lang bewohnte Johann Wolfgang von Goethe das im barocken Stil erbaute Haus. Heute ist weitgehend der Zustand aus Goethes letzten Lebensjahren zu besichtigen. Aus konservatorischen Gründen ist die Besucherzahl limitiert. Bauhaus-Museum In Weimar ist sie gegründet worden – die berühmte Designhochschule mit weltweiter Ausstrahlung. Rund 500 Exponate von Lehrern und Schülern der bedeutenden Avantgardeschule sind im Bauhaus-Museum zu sehen. Schillers Wohnhaus Im Jahr 1777 wurde das Haus an der Esplanade in spätbarocker Form errichtet. Friedrich Schiller, der es 1802 erworben hatte, bewohnte es bis zu seinem Tod 1805 gemeinsam mit seiner Frau Charlotte und den vier Kindern. Im Mansardgeschoß befindet sich das weitgehend authentisch ausgestaltete Arbeitszimmer. Hier entstanden die letzten großen Dramen wie „Messina“ und „Wilhelm Tell“. |
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