WEIMAR

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29. Sept. - 5. Okt. '07

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Kulturstadt Europas

In der Kulturstadt Weimar ist der Geist der deutschen Klassik lebendig, der Geist der Weimarer Republik, der Geist der Bauhaus-Ära. So war es also nur konsequent, dass Weimar 1999 Deutschlands erste Kulturstadt Europas wurde; die Klassikerstadt mit ihrem unendlichen kulturellen Potential entwickelt sich zu einer Stadt mit Zukunft, zum „Symbolort Deutschlands“. Zwischen den Goethestätten und der Bauhaus-Universität, zwischen der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ und der Gedenkstätte Buchenwald entfaltet diese Stadt heute ihre ganze historische Erinnerungsfähigkeit. Über idyllische Plätze und durch die verwinkelten Gassen mit ihren Läden und Lokalen führen viele Wege hinaus in die Sommerresidenzen von Belvedere und Tiefurt und entlang der Klassikerstraße.

Weimar ist ein Ort der umfassenden kulturellen Bildung für Menschen aus aller Welt geworden. Dieser Pfad der Erinnerung geht durch 22 historische Häuser und literarische Gedenkstätten. Mit ihrem Deutschen Nationaltheater und der Klassik Stiftung Weimar, aber auch mit ihrem jährlich wiederkehrenden europäischen Kunstfest und den unzähligen großen und kleinen täglichen Kulturereignissen lebt diese Stadt ihre Kultur.

Das „Goldene Zeitalter“

Eine wichtige Rolle spielte die Stadt als Ort der Weimarer Klassik während der Regentschaft der Herzogin Anna Amalia und unter ihrem Sohn Herzog Carl August Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Anwesenheit Wielands, Goethes, Herders und Schillers, und anderen wichtigen Persönlichkeiten der Epoche. Carl August war zum einen bereit, an seinem Hofe Künstler zu beschäftigen, zum anderen ließ er ihnen aber auch die Freiheiten, das zu verwirklichen, woran diese selbst glaubten. Carl August selbst galt als tolerant und aufgeklärt; er war 1816 auch der erste Monarch Deutschlands, der seinem Staat eine Verfassung gab.

Das „Silberne Zeitalter“

Unter der Großherzogin Maria Pawlowna und ihrem Sohn Carl Alexander, sowie dessen Frau Sophie erlebte die Stadt auf künstlerischer und kultureller Ebene neuen Aufschwung. 1842 wurde Franz Liszt zum Kapellmeister berufen; 1848 floh Richard Wagner zu seinem Förderer und späteren Schwiegervater nach Weimar, wo eine fruchtbare Zusammenarbeit in der Uraufführung des Lohengrin gipfelte. Aber nicht nur die Musik wurde gefördert; 1860 gründete Carl Alexander die Weimarer Malerschule. Das Andenken an die Weimarer Klassik war ein weiteres Anliegen Carl Alexanders und seiner Frau; die in seinem Auftrag errichteten Denkmale Goethes, Schillers, Herders und Wielands sind auch heute noch zu besichtigen.
Auch Carl Alexanders Sohn Wilhelm Ernst verpflichtete sich u. a. der Förderung der Bildenden Kunst; unter seiner Regierung wurde Weimar zu einem Zentrum der Moderne.

Goethe-Nationalmuseum

Eines der wichtigsten Zeugnisse des klassischen Weimars: Fast 50 Jahre lang bewohnte Johann Wolfgang von Goethe das im barocken Stil erbaute Haus. Heute ist weitgehend der Zustand aus Goethes letzten Lebensjahren zu besichtigen. Aus konservatorischen Gründen ist die Besucherzahl limitiert.
Dauerausstellung: Wiederholte Spiegelungen - Weimarer Klassik 1759-1832.
Die ständige Ausstellung reflektiert nicht allein Leben und Werk Goethes, sondern setzt berühmte, bekannte, zum Teil auch heute vergessene Persönlichkeiten jener Zeit ins Bild.

Bauhaus-Museum

In Weimar ist sie gegründet worden – die berühmte Designhochschule mit weltweiter Ausstrahlung. Rund 500 Exponate von Lehrern und Schülern der bedeutenden Avantgardeschule sind im Bauhaus-Museum zu sehen.
Auch die Kunstgewerbeschule Henry van de Veldes, die 1907 als Vorläufer des Bauhauses gegründet wurde ist mit zahlreichen Arbeiten des Jugendstilkünstlers und seiner Schüler vertreten. Darüber hinaus sind wegweisende Werke von Walter Gropius, dem ersten Direktor des Bauhauses, von Johannes Itten, Lyonel Feininger und Marcel Breuer zu sehen. Die Stiftung Weimarer Klassik verfügt über eine der weltweit größten Bauhaus-Sammlungen.

Schillers Wohnhaus

Im Jahr 1777 wurde das Haus an der Esplanade in spätbarocker Form errichtet. Friedrich Schiller, der es 1802 erworben hatte, bewohnte es bis zu seinem Tod 1805 gemeinsam mit seiner Frau Charlotte und den vier Kindern. Im Mansardgeschoß befindet sich das weitgehend authentisch ausgestaltete Arbeitszimmer. Hier entstanden die letzten großen Dramen wie „Messina“ und „Wilhelm Tell“.

1847 wurde hier die erste Weimarer Dichter-Gedenkstätte eingerichtet. In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde als Anbau an das historische Haus ein neues Schillermuseum eröffnet – Raum für eine großzügigere Darstellung von Leben, Werk und Wirkung Friedrich Schillers. Wechselnde Ausstellung bieten eine Plattform zur Auseinandersetzung mit dem Dichter.

Bilder Weimar

Bauhaus

Römisches Haus

Wittumspalais

Amalia Turm

Anna Amalia Bibliothek

Liszt-Haus

Nebengebäude Schloss Belvedere

Schillers Wohnhaus


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