|
Bad Pyrmont
Das niedersächsische Staats- und Heilbad Pyrmont ist die Nr. 1 in Niedersachsen. Mitten im Weserbergland gelegen, gehört es zu den traditionsreichsten und bekanntesten deutschen Bädern, und das seit Jahrhunderten.
In einer landesweiten vergleichenden Kurortanalyse in Niedersachsen im Jahr 2005 belegte Bad Pyrmont den ersten Platz. Das spricht für die Qualität der Wellness- und gesundheitstouristischen Angebote des Kurortes.
Hameln ist 23 km, und Hannover 71 km entfernt. Ein Bahnhof verbindet die Gemeinde mit den nächstgrößeren Städten.
Ortsbild
Bad Pyrmont hat Flair durch seinen ganz eigenen Stil. Überall stößt man auf die kleinen und großen Besonderheiten des Ortes; das Zusammenspiel von historischer Architektur und südländischer Atmosphäre ist einzigartig. Die Weserrenaissance des 16. und 17. Jahrhunderts hat viele historisch interessante Gebäude und Orte hervorgebracht, die Elemente der italienischen und westeuropäischen Renaissance vereinen.
Der Hyllige Born mit dem Brunnenplatz ist der Mittelpunkt der Stadt. Hier beginnt auch die historische Hauptallee, heute wie damals Flaniermeile mit schattigen Plätzen und vielen Cafés und Restaurants. Sie ist die älteste Kurparkanlage der Welt und setzt sich im unteren Bereich als Wassererlebnisroute fort. Dargestellt mit Skulpturen von Jürgen Goertz wird Wasser mit dem Lebenslauf des Menschen thematisiert, von der Geburt bis ins hohe Alter. Unterbrochen wird der Lauf des Wassers durch den «Platz der vier Jahreszeiten», wo aus vier Pylonen in den Platzecken Musik erklingt.
Das Schloss Bad Pyrmont ist ein Renaissanceschloss im Stil des barocken Klassizismus, das im 16. Jahrhundert nahe der Hauptquelle erbaut wurde und Anfang des 18. Jahrhundert wegen Kriegsschäden völlig neu errichtet werden musste.
Freizeit Kultur & Sport
Kultur als Kur für die Seele: in Bad Pyrmont ist die Kurmusik seit 1726 fester Bestandteil des Therapieangebots. Der Kurpark, der Brunnenplatz und die Hauptallee, Cafés und Restaurants sind noch heute bevorzugte Orte gesellschaftlichen Lebens.
Im Schloss ist das Museum für Stadt- und Badgeschichte untergebracht, wo ständig wechselnde Ausstellungen zu sehen sind. Seine Innenhöfe werden für vielfältige open air Veranstaltungen genutzt, wie Theater, Jazz und diverse Feste.
Ausflugsziele finden sich überall in der Nähe. Der Emmerstausee in etwa 11 km bietet viele Möglichkeiten; hier wird Segeln, Tretboot und Wasserfahrrad oder eine Stauseerundfahrt angeboten. Beliebte Unternehmungen sind außerdem eine Fahrt in die Porzellanmanufaktur Fürstenberg und eine Besichtigung von Schloss Corvey in Höxter. Bezaubernde Atmosphäre erlebt man mit einer Kutschfahrt durch das Weserbergland oder einer Fahrt mit dem historischen Bummelzug durch das Extertal. Auf 500 km gut ausgeschilderten Wanderwegen, wo geführte Wanderungen – auch Radwanderungen – stattfinden, wird die wunderschöne Umgebung erkundet.
Sportlich aktiv werden Kurgäste im Königin-Luise-Bad und in der Hufeland-Therme, beim Tennis, Reiten, Segeln, Tretbootfahren; natürlich auch auf dem Golfplatz und, eine Nummer kleiner, beim Minigolf.
Geschichte
Die Geschichte des Landes Waldeck begann im 12. Jahrhundert unter den Grafen von Schwalenberg. Die Verwaltung Waldecks ging durch den «Accessionsvertrag» vom 1. Januar 1868 auf zehn Jahre an Preußen über. Der Fürst behielt sich das Begnadigungsrecht, das Kirchenregiment und die Zustimmung bei Gesetzgebung vor. Die Gründung des Deutschen Reichs änderte in den Verhältnissen Waldecks nichts.
Die Pyrmonter Heilquellen werden seit dem 14. Jahrhundert genutzt und in der Chronik erwähnt. Im 16. Jahrhundert zogen Fürsten, Geistliche und andere hochstehende Personen zu den Quellen, um hier Heilung zu finden. 1556 strömten mehr als 10000 Menschen ins Tal der sprudelnden Quellen, um von ihren Gebrechen geheilt zu werden.
Die Kunde vom «Wundergeläuf» zahlte sich aus: zwei Jahrhunderte später zählte Pyrmont zu den führenden Bädern Europas. Graf Georg Friedrich von Waldeck ließ zur Bequemlichkeit seiner anspruchsvollen und berühmten Gäste einen schützenden Brunnentempel über dem «Hylligen Born» errichten und als «Spatziergang»" für die Brunnentrinkenden die Hauptallee, die erste Kurparkanlage der Welt, anpflanzen.
Im «Fürstensommer 1681» besuchten 40 königliche und fürstliche Personen Pyrmont. Damit begann die glanzvolle Epoche Pyrmonts als Modebad des europäischen Hochadels: Pyrmont, das Bad der Preußen! Der Große Kurfürst, Friedrich der Große, und Königin Luise stehen stellvertretend ebenso dafür wie die Schöngeister und Gelehrten Lessing, Leibnitz, Goethe und Herder.
|
Bilder Bad Pyrmont |
 |
Hyllige Born |
 |
Erdbeertempel |
 |
Brunnenallee |
 |
Lesehalle |
 |
Schloss |
 |
Wandelhalle |
 |
Heilmittel - Brunnenplatz |
|